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Meditation. Warum mein Weg vielleicht gar nicht zu dir passt.

Meditation. Warum mein Weg vielleicht gar nicht zu dir passt.

Meditation ist höchst individuell – auch wenn das Ziel immer das Gleiche ist: Frieden und Stille. Warum das so ist, erklär ich dir in diesem Blogbeitrag. Lies dich rein!

Meditation ist höchst individuell – auch wenn das Ziel immer das Gleiche ist: Frieden und Stille. Warum das so ist, erklär ich dir in diesem Blogbeitrag. Lies dich rein!

Yoga. Es gibt so viele verschiedene Zugänge. Die meisten beginnen bei Asana. Manche tauchen über Mantren ein. Wenige starten direkt dort, wo sich irgendwann alle treffen: bei Meditation. Für mich ist sie in den letzten Jahren immer wichtiger geworden. Darum finde ich, ist es Zeit für einen Blogartikel.


Körper, Geist und woraus sie gemacht sind

Yoga ist die Herrschaft über die Bewegungen des Geistes. Spannend, oder? Und wir lernen Yoga gemeinhin als Asana kennen. Klingt nach dem krassen Gegenteil.

Wie dem auch sei. Um geistige Kontrolle zu meistern, müssen wir zuerst verstehen, woraus wir gemacht sind und wie wir funktionieren.

Der Körper ist seiner Substanz nach Erde und Wasser. Fleisch und Blut. Seine Funktionen sind Feuer, sprich Verdauung, Entgiftung, alle Umwandlungsprozesse, die so vor sich gehen. Sowie Luft und Äther – Atem, Nervenimpulse, Lebenskraft oder Prana.

Wie sieht's mit dem Geist aus? Substanziell finden wir hier Äther und Luft. Das macht den Geist empfänglich und beweglich. Die Funktionen des Geistes werden gesteuert von einerseits Feuer – das Licht der Wahrnehmung und Vernunft. Andererseits Erde und Wasser – Emotionen und die Identifikation mit dem Körper.

Kommt dir bekannt vor, oder? Diese Elemente findest du genauso in den Doshas. Vata (Luft, Äther), Pitta (Feuer … und eine Spur Wasser) und Kapha (Erde und Wasser). Der Geist ist also von der Substanz her Vata. Für Vata-dominierte Menschen bedeutet das, dass sie mental viel leichter aus der Ruhe zu bringen sind, als Pitta- oder Kapha-Menschen. Klar, denn sowohl körperlich als auch geistig ist da viiiiiiiieeeel Äther und Luft. Viel Schnelligkeit, Beweglichkeit, Empfänglichkeit = Sensibilität, Empfindsamkeit, Empathie. Heißt das, dass vor allem sie meditieren sollten, um das irgendwie zu versuchen zu beherrschen? Die Antwort ist einfach. Alle sollten meditieren.

Vata bringt es Ruhe. Pitta bringt es Leichtigkeit. Kapha zeigt es auf, dass da mehr ist als körperliche Gelüste in diesem Leben. Um es ganz banal zusammenzufassen.

Jetzt wo wir wissen, wie der Geist aus den Elementen zusammengesetzt ist und demnach von der eigenen Dosha-Konstitution beeinflusst wird, können wir uns denken, dass die Methoden, einen meditativen Zustand zu erreichen von Mensch zu Mensch stark variieren. Wie gut, dass es davon eine Menge gibt.


Meditation im achtgliedrigen Pfad: Am Anfang kommt der Körper.

Meditation umfasst die letzten drei Stufen des achtgliedrigen Yogawegs. Dharana (Konzentration), Dhyana (Meditation), Samadhi (Versenkung). Wobei Meditation den Zustand der Stille beschreibt, das ganz bei sich sein. Hier sind keine Gedanken mehr, keine Emotionen außer der Wonne. Friedvoll und ruhig.

Meditation setzt logischerweise alle fünf Stufen davor voraus: das Leben nach den dharmischen Grundregeln (Yamas und Niyamas), die Herstellung von körperlichem Sattva durch Ernährung, Bewegung und Reinigung sowie die Kontrolle der Sinne. Keine Panik, das heißt jetzt nicht, dass du überhaupt nicht zum Meditieren kommst, bevor du das auf die Reihe bekommen hast. Da würde ja kaum jemand in den Genuss kommen. Lass nur diese Aspekte nicht außer Acht, sonst wirst du von der Meditation recht schnell enttäuscht sein.

Denn alles, was sie verspricht: inneren Frieden, Heilung von Krankheiten u. s. w. kommt nicht von selbst daher. Das ist wie beim Abnehmen. Eine Pille allein löst auch keine Gewichtsprobleme – Disziplin und Einsatz gehören schon dazu.


Was heißt das für dich und Meditation?

Es geht um Harmonie. Um zu wissen, welche Ernährungsweise dich unterstützt, wo deine geistigen Herausforderungen liegen und wie dein Körper tickt, musst du deine Konstitution kennen. Dein Dosha. Was ist aus dem Gleichgewicht und wie stell ich's wieder her?

Deine Konstitution sagt dir, welche Elemente deinen Geist dominieren. Entsprechend wählst du Methoden, die deinen geistigen Fokus unterstützen und dich in einen friedvollen Zustand versetzen. Du kannst natürlich auch nach Lust und Laune wählen. Oft passt das. Wenn du aber über einen längeren Zeitraum einfach nicht reinkommst in die erhoffte Stille, versuch's mal mit etwas deiner Konstitution Entsprechendem. Es besteht kein Grund, dir zusätzliche Steine in den Weg zu legen. Probier einfach mal einen Weg, der dir liegt.


Lass dich einfach mitnehmen.

Der achtgliedrige Pfad ist kein haltloses Konstrukt. Er basiert auf Erfahrungswerten. Wer sich länger mit Yoga befasst, für den ist Meditation unausweichlich. Irgendwann kommt sie wie von selbst zu dir, weil du einfach immer weitermarschierst – eine Stufe nach der anderen. Das kannst du mir glauben, oder es selbst erfahren in ein paar Jahren. Vielleicht auch früher, wer weiß das schon.

Ich find's genial und hab Freude dran, sie so vielen Menschen wie möglich zu zeigen. Darum mach ich das kostenlos. Online. Wenn du magst, meld dich für meinen Newsletter an. Dann erfährst du's immer gleich, wann wieder eine Online-Meditation ansteht. Gerade zu Beginn macht es die Gruppe doch leichter.

Und wenn du gleich mal wissen willst, welches Dosha dich momentan durcheinander würfelt. Mach das Quiz! Und greif direkt eine kostenlose Übung zum Runterkommen ab.


Alles Liebe und bis bald!

Deine Sabine

urgwoit · Raum für deine Urkraft

E-RYT 500 Siegel
YACEP Siegel

Sabine Gleiß · Yogalehrerin

Sabine Gleiß · Yogalehrerin